Eine Verdachtskündigung trifft Arbeitnehmer besonders hart: Nicht ein bewiesenes Fehlverhalten, sondern bereits der dringende Verdacht einer Pflichtverletzung führt zur Kündigung. Oft folgt unmittelbar die nächste Sorge – droht nun auch eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld? Dieser Beitrag erläutert verständlich, wann eine Sperrzeit eintritt, welche Maßstäbe die Agentur für Arbeit anlegt und wie Sie sich gegen finanzielle Nachteile zur Wehr setzen können.
Kategorie: Arbeitsrecht
Außerordentliche Kündigung und Sperrzeit beim Arbeitslosengeld – Wann drohen bis zu 12 Wochen ohne Geld?
Eine außerordentliche Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis abrupt. Für Arbeitnehmer stellt sich unmittelbar die nächste existenzielle Frage: Droht jetzt auch noch eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld? Viele Betroffene erleben nach einer fristlosen Kündigung eine doppelte Belastung. Dieser Beitrag erklärt verständlich, wann eine Sperrzeit eintritt, welche rechtlichen Maßstäbe gelten und wie Sie sich dagegen wehren können.
Verdachtskündigung – Wann allein der Verdacht für eine Kündigung ausreichen kann
Eine Verdachtskündigung stellt eine der heikelsten Maßnahmen im Arbeitsrecht dar. Nicht ein erwiesenes Fehlverhalten, sondern bereits der dringende Verdacht einer schweren Pflichtverletzung kann zur Kündigung führen. Für Arbeitnehmer ist dies häufig unverständlich, für Arbeitgeber rechtlich riskant. Dieser Beitrag erklärt, wann eine Verdachtskündigung zulässig ist, welche strengen Voraussetzungen gelten und warum sie vor Gericht besonders häufig scheitert.
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Außerordentliche Kündigung – Wann ist eine fristlose Kündigung wirklich wirksam?
Eine außerordentliche, meist fristlose Kündigung trifft Arbeitnehmer oft völlig überraschend und hat gravierende Folgen. Umgekehrt stehen Arbeitgeber vor hohen rechtlichen Hürden, wenn sie ein Arbeitsverhältnis ohne Frist beenden wollen. Dieser Artikel erklärt verständlich, wann eine außerordentliche Kündigung zulässig ist, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und warum sie in der Praxis häufig scheitert.
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Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall – Wann besteht Anspruch und wann nicht?
Wer krank ist, fragt sich schnell, ob und wie lange der Arbeitgeber das Gehalt weiterzahlen muss. Die Entgeltfortzahlung ist gesetzlich geregelt, aber an klare Voraussetzungen geknüpft. Dieser Beitrag erklärt, wann Sie Anspruch haben – und wann nicht. Continue reading „Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall – Wann besteht Anspruch und wann nicht?“
Ausbildungsverhältnis im Arbeitsrecht: Rechte und Pflichten
Das Ausbildungsverhältnis ist kein normales Arbeitsverhältnis. Für Auszubildende gelten besondere Schutzvorschriften, und Arbeitgeber sind zu einer planmäßigen, qualifizierten Ausbildung verpflichtet. In der Praxis stellt sich jedoch häufig die Frage, welche Tätigkeiten im Rahmen der Ausbildung zulässig sind, wann eine Kündigung möglich ist und welche Rechte Auszubildende haben, wenn der Ausbildungszweck verfehlt wird. Die folgenden Fragen greifen typische Probleme aus der Beratungspraxis auf.
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Änderungskündigung im Arbeitsrecht – Voraussetzungen, Risiken und Handlungsmöglichkeiten
Die Änderungskündigung gehört zu den einschneidendsten Instrumenten im deutschen Arbeitsrecht. Sie erlaubt es dem Arbeitgeber, Arbeitsbedingungen einseitig zu verändern, ohne das Arbeitsverhältnis vollständig zu beenden. Für Arbeitnehmer bedeutet sie häufig Unsicherheit und die Gefahr einer deutlichen Verschlechterung der bisherigen Vertragslage. Gleichzeitig ist sie rechtlich hoch komplex und an strenge gesetzliche Anforderungen gebunden.
Arbeitszeit im Arbeitsrecht – gesetzliche Grenzen, Überstunden und Ihre Rechte
1. Einleitung: Arbeitszeit als Konfliktfeld zwischen Leistung und Schutz
In der modernen Arbeitswelt verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit zunehmend. Ständige Erreichbarkeit, flexible Arbeitszeitmodelle und Überstunden gehören in vielen Branchen zum Alltag. Gleichzeitig stellt das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) klare Regeln auf, um die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen.
In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Arbeitszeiten gesetzlich zulässig sind, wann Überstunden vergütet werden müssen und welche Pflichten Arbeitgeber bei der Zeiterfassung haben.
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Der Arbeitsvertrag – Pflichten, Rechte und Nachweisgesetz
1. Einleitung: Bedeutung und Problemstellung
Der Arbeitsvertrag bildet das rechtliche Fundament jedes Arbeitsverhältnisses. Er regelt die gegenseitigen Hauptpflichten von Arbeitgeber und Arbeitnehmer – insbesondere Arbeitsleistung und Vergütung. Dennoch entstehen viele Konflikte, weil die Vertragsbedingungen unklar oder unvollständig festgehalten werden. Seit der Reform des Nachweisgesetzes (NachwG) im August 2022 sind Arbeitgeber verpflichtet, umfassende Informationen über die wesentlichen Arbeitsbedingungen schriftlich zu dokumentieren. Verstöße können nicht nur zu Unsicherheiten im Arbeitsverhältnis führen, sondern auch bußgeldbewehrt sein (§ 4 NachwG).
Dieser Artikel erklärt die rechtlichen Grundlagen, zeigt aktuelle Rechtsprechung und gibt praxisnahe Hinweise für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
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Hamburg kippt Beweissicherheit des Einwurf-Einschreibens – Was Arbeitgeber jetzt beachten müssen
Am 14. Juli 2025 hat das Landesarbeitsgericht Hamburg (LAG Hamburg, Az. 4 SLa 26/24) ein aufsehenerregendes Urteil gefällt, das erhebliche Auswirkungen auf die Praxis der Zustellung von arbeitsrechtlichen Schreiben hat. In dem Fall ging es um die Frage, ob ein digitales Einwurf-Einschreiben der Deutschen Post als zuverlässiger Nachweis für den Zugang eines Schreibens, etwa einer Kündigung, Abmahnung oder Einladung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM), dient. Die Antwort des LAG Hamburg: Nein! Der bisherige Standard des Einwurf-Einschreibens reicht nicht mehr aus, um einen verlässlichen Anscheinsbeweis für den Zugang zu erbringen.